Florian Landerer: Wer das Ziel nicht kennt, für den ist kein Weg der Richtige.
Überträgt man dies auf ein mathematisches Problem, so wird man leicht feststellen, dass Probleme auftreten, Gleichungen zur Beschreibung der Lösung zu finden, wenn der Sinn des Ergebnisses nicht klar ist. Indes gilt dies analog für die Ausformulierung von wissenschaftlichen Texten, wie hier beispielhaft gezeigt wird. Wenn man sein Ziel der Arbeit nicht kennt, was es zu beweisen gilt, so wird man auch nicht die richtigen Worte für den Beweis finden. Hier fehlt ein Übergang zum Beamtenapparat. Was hat dieser mit wissenschaftlichen Texten oder das Verhalten des Wissenschaftlers mit dem des Beamten zu tun? Trotzdem sollte man nicht nach einem Sprichwort handeln, welches eine Parodie auf den Beamtenapparat darstellt: "Wer viel arbeitet, macht viele Fehler. wer nicht arbeitet, macht keine Fehler. Wer keine Fehler macht, wird befördert:" In diesem Sprichwort wird aber auch vom Unwort "Fehler" Gebrauch gemacht, welches im Titel-Spruch ausdrücklich nicht verwendet wird. Es wird lediglich verklausuliert, dass zumindest der Weg nicht "richtig" ist. Dies soll also als Handlungsrichtlinie und zur Motivation dienen, Dinge aus Angst vor dem Falschen Handeln nicht hinauszuzögern. Denn die bewusste Formulierung schließt Fehler aus. Es heißt lediglich, dass es nicht unbedingt richtig ist, was man tut. Aber auch keinesfalls falsch. Die Lösung steckt in der Ausformulierung kleiner Zwischenziele, die zusammengesetzt dann das gesamte Ziel ergeben. Und daran sollte man sich orientieren.