Schreibschule
Schritt 6. Kontrolle - Stilübungen, Sprachcodes (regional, kulturell)
Wenn Sie mitten im Schreibfluss sind, dann sollten sie diesen auch nutzen. Schreiben Sie so wie Sie auch sprechen würden, ohne sich zu korrigieren. Geben Sie Ihrem Gegenspieler einen Platz, aber lassen Sie sich nicht von ihm beherrschen. Zunächst ist nur wichtig, dass Sie Ihre erste Fassung beenden.
Bitte beherzigen diesen Satz: Es gibt keinen perfekten ersten Text. Auch namhafte Autoren schreiben zunächst eine erste Fassung, die dann nach und nach überarbeitet wird. Die Überarbeitung wird noch mal dieselbe Zeit in Anspruch nehmen, wie der Text selbst. Sie sollten den Text erst eine Weile liegen lassen, damit Sie eine Distanz zu Ihrem eigenen Text einnehmen können. Danach sollten Sie einige Fragen stellen:
Hat Ihr roter Faden Lücken, haben Sie alle Anschlüsse geschrieben? Sie möchten Ihre Leser ja nicht mitten im Text alleine lassen.
Haben Sie ein gutes Gefühl beim Lesen Ihres Textes oder schleicht sich bei der einen oder anderen Stelle ein Unbehagen ein? Dann sollten Sie diese Stellen neu schreiben.
Gibt es Ausdrücke im Text die nur Ihre Familie kennt wie z. B. die Oma Biesenthal? Dann sollten Sie diese Begriffe ergänzen. Stellen Sie sich vor, Ihre Lebensgeschichte wird Ihr Urenkel lesen, der weder die Oma noch das Wort für sie kennt. Ebenso verhält es sich mit regionalen oder historischen Ausdrücken. Was bedeutet es, wenn ein Berliner erzählt, dass er nach dem Krieg organisieren ging?
Haben Sie Ihren Text auf Rechtschreibung und Grammatik durchgesehen? Nichts ist so störend wie ein orthografische Fehler.